„Schande des Dschungels“ – Pichas erster Streich!

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„Afrika! Hier ist mehr als eine Banane krumm! Afrika! Und sie tanzten einen Rumba, Kasaburu und Lumumba! Afrika! Hier hält man Trockendock für eine Hunderasse die stubenrein ist und hier ist immer Feierabendverkehr: Jeder bumst jeden!“… so in etwa beginnt Jean Paul Pichas erster abendfüllender Zeichentrickfilm „Schande des Dschungels“. Quasi die europäische Antwort auf Ralph Bakshis anarchische Zeichentrick-Eskapaden. Kann Picha mit dem großen Hollywood-Vorbild mithalten?…

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Тайна третьей планеты – Wie bitte? – Das Geheimnis des dritten Planeten

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Ich lasse nicht locker! Ich buddel sie alle aus! Heute stelle ich Euch einen Zeichentrickfilm vor, der sage und schreibe nur EIN EINZIGES MAL im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde, im Jahr 1987. Ein Film, dessen Bilder mir viele Jahre im Kopf herumspukten, ohne dass ich mich an den Titel des Films, Namen, Herkunft, whatever erinnern konnte. So schlimm, dass ich schon fast die bloße EXISTENZ des Films anzweifelte. Ein Film, nach dem ich über 20 Jahre lang gesucht habe, bis ich ihn gefunden habe: Der sowjetische Zeichentrickfilm „Das Geheimnis des dritten Planeten“. Weiterlesen

Hugo – Er kehrt zurück ohne jemals dagewesen zu sein…

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Heute ein ganz besonders persönliches Thema, das mir emotional sehr am Herzen liegt. In der Pubertät war das Lesen von Comics die Erweiterung des eigenen kulturellen und literarischen Horizonts. Der Eigenversuch einen Comic zu zeichnen und bei der eigenen Klasse populär zu machen war ein Zeichen kreativen Ausdrucks. Von der sechsten bis zur zehnten Klasse meiner Schulzeit in den Jahren 1992 bis 1997 haben einige Klassenkameraden versucht einen eigenen Comic zu zeichnen. Florian versuchte es mit German-Man, Moritz „beglückte“ die Klasse mit absurden Figuren wie Dr. J Recep Coup, Björn liess Kerosinman verrückte Abenteuer erleben, mein Freund Johannes kreirte die zwei Weltenbummler Fritz & Fratz und meine Wenigkeit versuchte sich an den Erlebnissen der Figur Bernie, die praktisch einen Fuß mit Gesicht darstellte. Doch obwohl mir alle diese verrückten Figuren noch geläufig sind, war keiner von uns mit ihnen in der Schulzeit so erfolgreich, wie Timo W. mit seiner 50-episodigen Reihe „Hugo II“…

Hugo 1+2

Ein Din A4-Blatt in 3 längliche Streifen zerschnitten bildete bereits die Grundlage für ganze drei Episoden von Hugo II. 1992 kam es zu meinem ersten freundschaftlichen Kontakt mit Timo in der sechsten Klasse. Timo hatte jenen „Hugo“ erschaffen und in vier aufeinander folgenden Episoden eine durchgängige Geschichte erleben lassen.  Signifikant war, dass jede Folge mit einem spannenden Cliffhanger endete, so dass man unbedingt zur nächsten Folge greifen wollte und das obwohl im Grunde genommen nichts allzu spektakuläres passierte. Timo zeichnete die Folgen in der Freistunde oder in der großen Pause zum Zeitvertreib und zur Belustigung der Klassenkameraden. Doch die Geschichte von Hugo endete nach 4 Folgen offen…

Im Grunde hätte dieses kleine Ereignis in meiner Biografie ohne Belang bleiben können, gätte ich nicht 1995 bei Timo nachgehakt, was aus der Geschichte geworden ist. Timo behauptete, dass jene Comics unter mysteriösen Umständen verschollen wären und nicht mehr auffindbar seien. Wahrscheinlich lägen sie im Bernsteinzimmer…

Inner SelfAngespornt durch meine Begeisterung begann Timo W. eine Fortsetzung zu zeichnen, deren Inhalt nach den nicht weiter ausgeführten Ereignissen der ersten Hugo-Geschichte ansetzte. Der reisserische Titel: „Hugo II“. Und nach kurzer Zeit stellte sich jahrgangsintern ein kleiner, aber ansehnlicher Erfolg ein. Denn ich blieb zwar weiterhin einer der treibenden Faktoren in der Entwicklung von „Hugo II“, allerdings wurden die Episoden jetzt auch an andere Schüler zuerst innerhalb der Klasse und später auch Klassenübergreifend und im Endstadium sogar Jahrgangsübergreifend herumgereicht. Die Nachfrage und das Echo zu dieser, im Grunde simplen, vom Jugendjargon der 90er geprägten Geschichte war so groß, dass Timo sogar Daumenkinos, Gewinnspiele und Fanmagazine initiierte um dem Drang der Fans nachzugeben.

Im Jahr 1997 musste ich nach der 10ten Klasse die Gesamtschule verlassen, während Timo dort jedoch weiterhin auf sein Abitur zustrebte. Nach unserer Trennung begann der Erfolg von „Hugo II“ abzuebben. Es erschien lediglich nur noch eine Ausgabe des Fan-Magazins, das nach deren Erscheinen eingestellt wurde und das Thema vollkommen in Vergessenheit geriet und in der Versenkung verschwand….

Selbstportrait

… oder etwa doch nicht? Obwohl sich unsere Wege getrennt haben und wir bei späteren Begegnungen nie ein Wort über Hugo II verloren haben, war das Thema in meinem Kopf stets aktuell und unvergessen, ja eine Quelle der Inspiration, möchte ich sagen.

 

Aus Respekt vor „Hugo II“ begann ich im April des Jahres 2008 mit der Verfilmung der Episoden. Ich hatte in einem alten Karton die Comics wiederentdeckt, die Timo mir vermacht hatte und so bekam ich Lust darauf, dem Ganzen ein Denkmal zu setzen.

Bis dato habe ich 18 Episoden und ein Fan-Magazin verfilmen können. Bei Youtube und Myvideo sind sie unter „Hugo II“ zu finden.

Ich möchte mir nicht zuviel auf die Schulter klopfen. Natürlich ist die Handlung und die Charaktere völlig im Bereich des Grotesken und Absurden anzusiedeln. Zudem verstecken sich darin ganz viele Anspielungen auf unsere damalige Umwelt. Und dennoch glaube ich, hat „Hugo II“ immernoch großes Potential und deswegen wollte ich hier auf Flimmervielfalt darauf aufmerksam machen.

„Das Rätsel des Planeten“ – Science Fiction für den kleinen Hunger!

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Es muss nicht immer ein Mammutwerk in Spielfilm- oder Überlänge sein, das die Fähigkeit besitzt, seinen Zuschauer zu verzaubern. Gerademal 8 Minuten Länge umfasst der tschechische Zeichentrickfilm „Das Rätsel des Planeten“. Der Film ist liebevoll gezeichnet und die Idee ist ambitioniert und am Ende sehr überraschend. Ganz ohne Worte wird die Geschichte eines Kosmonauten erzählt, der auf einen seltsamen Planeten in den Tiefen des Weltalls stößt. Die Überraschung am Ende des Films sei an dieser Stelle nicht verraten. Nur soviel: Es handelt sich um einen Mindfuck, wie aus der Feder eines M. Night Shyamalan. 😉