Osamu Tezukas „Phoenix“ Band 1: Dawn

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Über einen Zeitraum von 21 Jahren konzeptionierte Osamu Tezuka sein Comic-Epos „Hi no Tori“, das seine komplexe Geschichte vom Jahr 240 bis ins Jahr 3404 erzählt. Das besondere hierbei ist, dass die 12 Bände mehrere Lesarten zulassen. Ich stelle Euch heute den ersten Band von 1967 vor: „Dawn“ zu deutsch „Dämmerung“, der den Zeitraum von 240 bis 270 nach Christus umfasst!

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13 Fragen, die die dritte Twin Peaks Staffel beantworten MUSS!

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Die Spannung ist zum Zerreissen. In nur einem halben Jahr, im Mai 2017 erscheint ENDLICH nach NUR 25 Jahren die dritte Staffel der besten Fernsehserie der Welt: Twin Peaks. Leser dieses Blogs wissen, dass ich seit Erstausstrahlung ein großer Fan der Serie bin und viele Medien die ich konsumiere sich an diesem Machwerk messen müssen, aber selten können. Die zweite Staffel liess uns seinerzeit mit einem Haufen von offenen Fragen zurück, von denen die Fans der Serie hoffen, in den neuen Folgen endlich Antworten serviert zu bekommen. Lasst uns heute (inspiriert von einem Artikel bei Counterspy) die wichtigsten zusammenfassen und überprüfen, ob möglicherweise sogar schon Spekulationen ersichtlich sind.

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Kampfstern Galactica

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Manche Glauben, das das Leben hier, da draußen begann.
Weit entfernt im Weltall, mit Stämmen menschlicher Wesen,
die die Vorväter der Ägypter gewesen sein können…
oder der Tolteken… oder der Maya….
dass sie vielleicht die Architekten der großen Pyramiden waren.
Dass es die versunkenen Laminaria Kulturen sind… oder Atlantis.
Manche Glauben, das dort noch Brüder der Menschen leben,
die sogar jetzt noch ums Überleben kämpfen.
Weit, weit weg, zwischen den Sternen.

 Kein Science Fiction-Fan kommt früher oder später an „Battlestar Galactica“ vorbei. Doch während viele das Remake von 2002 vorziehen, ohne das Original von 1978 zu kennen, war es für mich dieses Jahr soweit, dieses wunderbare Stück Fernsehgeschichte nachzuholen…

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Roots, TNG, Queen – Der Stammbaum der Familie Kinte

roots0Ich weiss gar nicht, wie oft ich bereits seit Einführung des Mediums DVD die Box zur TV-Serie „Roots“ in der Hand hatte. Und jedesmal zierte ich mich davor, die Serie zuzulegen. Doch nun mit der Reife des Alters wollte ich eine der großen Sternstunden der Fernsehgeschichte nachholen und erlebte eine Überraschung…

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Ist es ein Vogel? Ist es eine Kanonenkugel? Ist es ein Flugzeug? Nein! Es ist „Robin of Sherwood“!

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Superhelden sind mein Ding, wie der geneigte Leser weiss! Heute kommen wir zu einem der frühsten Superhelden unserer Zeitrechnung, einem Mann von dem sich Batman und Green Arrow sicherlich die ein oder andere Scheibe abgeschnitten haben. Die Rede ist natürlich von Robin Hood, in der nicht ganz gleichnamigen Serie „Robin of Sherwood“ von 1983 bis 1985 produziert für den britischen Sender HTV. Und ab dafür! Weiterlesen

„The Vision of Escaflowne“ – Zeitlos gut…

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1996…. ach Du meine Güte. Da war ich die meiste Zeit über 15 Jahre alt, Ende des Jahres dann 16. Über die Welt der japanischen Zeichentrickfilme wusste ich noch fast gar nichts und doch mehr als viele andere. Und in Japan lief bereits eine Serie, die die animationstechnische und erzählerische Qualität der Anime auf ein vollkommen neues Level heben sollte: „Vision of Escaflowne“. Doch wie gut ist diese Serie heute noch, 18 Jahre nach ihrer Erstausstrahlung? Weiterlesen

„Twin Peaks“ – In einer kleinen Stadt….

tp0Kinder! Jetzt kommt mal eine richtig (t)olle Kamelle! Mit sooooo nem Bart! Im Jahr 1990 bekamen wir über Antenne das erste Mal endlich Sat1 und RTL in verkrisselter Qualität rein. Und in ebensolcher sah ich eine Serie, die mein Leben und mein Verständnis von qualitativer Erzählweise grundlegend veränderte: „Das Geheimnis von Twin Peaks“. Obwohl Regisseur David Lynch bereits eine Hand voll Filme gedreht hatte, war dies mein erster Kontakt mit ihm. Hey, immerhin war ich erst 11. Und der Beginn einer wunderbaren Freundschaft…

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Smallville – Die Abenteuer des jungen Clark Kent

BildSelten habe ich eine so lange TV-Serie gesehen: „Smallville“ erzählt innerhalb von 10 Staffeln über 216 Folgen und einiger animierter Specials die Geschichte des jungen Superm….HALT! Der dessen Name kein einziges Mal genannt wird! Stattdessen erleben wir die Abenteuer von Clark Kent. Gänzlich ohne das bekannte rot-blaue Kostüm erlebt der Jungspund seinen langen Werdegang von der Zero zum Hero. Ob die Serie wirklich die ganze Zeit über den Zuschauer packt oder im Einheits-Teenie-Serien-Allerlei untergeht, erfahrt Ihr, sobald Ihr weiterklickt!

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Ausgerechnet Alaska! – Ein Rückblick

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„Das Paris des Nordens an der alaskanischen Riviera“, so wird dem jüdischen New Yorker Arzt Joel Fleischman die Stadt Cicely angepriesen, in der er die nächsten vier Jahre seines Lebens verbringen soll. Denn der Staat Alaska hat sein Medizinstudium finanziert. Voller Vorfreude und über einige Schleichwege kommt Joel also nach Cicely und erleidet direkt eine herbe Enttäuschung, denn der Ort entpuppt sich als marodes Hinterland-Kaff und seine Bewohner als ein Haufen exzentrischer Spinner. Wie soll er es dort nur 4 Jahre aushalten?

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Hugo – Er kehrt zurück ohne jemals dagewesen zu sein…

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Heute ein ganz besonders persönliches Thema, das mir emotional sehr am Herzen liegt. In der Pubertät war das Lesen von Comics die Erweiterung des eigenen kulturellen und literarischen Horizonts. Der Eigenversuch einen Comic zu zeichnen und bei der eigenen Klasse populär zu machen war ein Zeichen kreativen Ausdrucks. Von der sechsten bis zur zehnten Klasse meiner Schulzeit in den Jahren 1992 bis 1997 haben einige Klassenkameraden versucht einen eigenen Comic zu zeichnen. Florian versuchte es mit German-Man, Moritz „beglückte“ die Klasse mit absurden Figuren wie Dr. J Recep Coup, Björn liess Kerosinman verrückte Abenteuer erleben, mein Freund Johannes kreirte die zwei Weltenbummler Fritz & Fratz und meine Wenigkeit versuchte sich an den Erlebnissen der Figur Bernie, die praktisch einen Fuß mit Gesicht darstellte. Doch obwohl mir alle diese verrückten Figuren noch geläufig sind, war keiner von uns mit ihnen in der Schulzeit so erfolgreich, wie Timo W. mit seiner 50-episodigen Reihe „Hugo II“…

Hugo 1+2

Ein Din A4-Blatt in 3 längliche Streifen zerschnitten bildete bereits die Grundlage für ganze drei Episoden von Hugo II. 1992 kam es zu meinem ersten freundschaftlichen Kontakt mit Timo in der sechsten Klasse. Timo hatte jenen „Hugo“ erschaffen und in vier aufeinander folgenden Episoden eine durchgängige Geschichte erleben lassen.  Signifikant war, dass jede Folge mit einem spannenden Cliffhanger endete, so dass man unbedingt zur nächsten Folge greifen wollte und das obwohl im Grunde genommen nichts allzu spektakuläres passierte. Timo zeichnete die Folgen in der Freistunde oder in der großen Pause zum Zeitvertreib und zur Belustigung der Klassenkameraden. Doch die Geschichte von Hugo endete nach 4 Folgen offen…

Im Grunde hätte dieses kleine Ereignis in meiner Biografie ohne Belang bleiben können, gätte ich nicht 1995 bei Timo nachgehakt, was aus der Geschichte geworden ist. Timo behauptete, dass jene Comics unter mysteriösen Umständen verschollen wären und nicht mehr auffindbar seien. Wahrscheinlich lägen sie im Bernsteinzimmer…

Inner SelfAngespornt durch meine Begeisterung begann Timo W. eine Fortsetzung zu zeichnen, deren Inhalt nach den nicht weiter ausgeführten Ereignissen der ersten Hugo-Geschichte ansetzte. Der reisserische Titel: „Hugo II“. Und nach kurzer Zeit stellte sich jahrgangsintern ein kleiner, aber ansehnlicher Erfolg ein. Denn ich blieb zwar weiterhin einer der treibenden Faktoren in der Entwicklung von „Hugo II“, allerdings wurden die Episoden jetzt auch an andere Schüler zuerst innerhalb der Klasse und später auch Klassenübergreifend und im Endstadium sogar Jahrgangsübergreifend herumgereicht. Die Nachfrage und das Echo zu dieser, im Grunde simplen, vom Jugendjargon der 90er geprägten Geschichte war so groß, dass Timo sogar Daumenkinos, Gewinnspiele und Fanmagazine initiierte um dem Drang der Fans nachzugeben.

Im Jahr 1997 musste ich nach der 10ten Klasse die Gesamtschule verlassen, während Timo dort jedoch weiterhin auf sein Abitur zustrebte. Nach unserer Trennung begann der Erfolg von „Hugo II“ abzuebben. Es erschien lediglich nur noch eine Ausgabe des Fan-Magazins, das nach deren Erscheinen eingestellt wurde und das Thema vollkommen in Vergessenheit geriet und in der Versenkung verschwand….

Selbstportrait

… oder etwa doch nicht? Obwohl sich unsere Wege getrennt haben und wir bei späteren Begegnungen nie ein Wort über Hugo II verloren haben, war das Thema in meinem Kopf stets aktuell und unvergessen, ja eine Quelle der Inspiration, möchte ich sagen.

 

Aus Respekt vor „Hugo II“ begann ich im April des Jahres 2008 mit der Verfilmung der Episoden. Ich hatte in einem alten Karton die Comics wiederentdeckt, die Timo mir vermacht hatte und so bekam ich Lust darauf, dem Ganzen ein Denkmal zu setzen.

Bis dato habe ich 18 Episoden und ein Fan-Magazin verfilmen können. Bei Youtube und Myvideo sind sie unter „Hugo II“ zu finden.

Ich möchte mir nicht zuviel auf die Schulter klopfen. Natürlich ist die Handlung und die Charaktere völlig im Bereich des Grotesken und Absurden anzusiedeln. Zudem verstecken sich darin ganz viele Anspielungen auf unsere damalige Umwelt. Und dennoch glaube ich, hat „Hugo II“ immernoch großes Potential und deswegen wollte ich hier auf Flimmervielfalt darauf aufmerksam machen.