The Big Empty

be0Heute mal wieder ein Film, den keiner kennt, der aber absolut sehenswert ist! Ein echter Geheimtipp! Versprochen! Worum gehts? John Person, erfolgloser Schauspieler in Hollywood steht vor einem Berg von Schulden. Da bietet ihm sein mysteriöser Nachbar Neely ein ungewöhnliches Angebot an: „Bringen Sie diesen blauen Koffer in die Stadt Baker und übergeben Sie ihn an den ´Cowboy´!“… „Klingt leicht!“ denkt sich John Person und gerät in das wohl haarsträubendste Abenteuer seines Lebens…

 

be1Kaum angekommen in Baker erfährt John im örtlichen Hotel, dass der „Cowboy“ bereits dagewesen ist und gesagt habe, er würde in 3 Tagen wiederkommen um seinen Koffer in Empfang zu nehmen. Da John einen langen Weg hinter sich hat, entscheidet er sich, einfach vor Ort zu bleiben und in dem Hotel zu nächtigen. Sehr zur Freude, des Hotel-Managers Elron, der John jeden Morgen mit Kaffee und Donuts verwöhnt und ihm obendrein die Prostituierte Candy ans Herz leben möchte. Candy, die offenbar einzige Person, die jemals etwas von John Persons schauspielerischer Karriere in einer abgesetzten Sitcom gehört hat, und sich sehr über dessen Autogramm freut. In den folgenden Tagen lernt er die junge Frau Ruthy kennen, die vor der Entscheidung steht, ob sie ihr Leben weiterhin in Baker verbringt oder aber in die Welt hinauszieht. Ausserdem ihren Freund Randy, der eine perfide charakterliche Mischung aus Gewaltbereitschaft und Dummheit an den Tag legt.

be2Ausserdem den Verschwörungstheoretiker Dan, der selbst die Kralle eines Ausserirdischen in einem nahegelegenen See gefunden hat. Als John auch ein zweites Mal den „Cowboy“ verpasst und dieser ihm eine blaue Bowling-Tasche hinterlässt, wird es brenzlig. Denn von seiner Nachbarin Grace erfährt John telefonisch, dass Nachbar Neely enthauptet wurde, jener Mann, der ihn mit dem Koffer betraute. Und das FBI ist John somit auf den Fersen, deren bester Mann Special Agent Banks ihn auch direkt in Baker ausfindig macht und unseren Helden verdächtigt, Neely getötet zu haben. Von nun an überschlagen sich die Ereignisse und John steckt alsbald richtig in der Klemme….doch da taucht endlich der mysteriöse „Cowboy“ auf….

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„The Big Empty“ aus dem Jahr 2003 hat alles, was ein echter Kultfilm braucht. Tolle unverbrauchte Darsteller, die noch schrulligere liebens- und hassenswerte Charaktere spielen, einen Ohrwurm-trächtigen Soundtrack, eine kuriose Story, die ganz im Stil eines richtig guten Independent-Films inszeniert ist. Kurzum: Der Film macht einfach alles richtig und trotzdem scheint ihn kein Schwein zu kennen. Besonders toll in dem Film ist der Sub-Text der Handlung auf den man ein besonderes Augenmerk richten sollte. Kleiner Tipp: Beim ersten Schauen immer aufhorchen, wenn von (so absurd es auch klingt) Ausserirdischen die Rede ist, wann immer die Farbe „Blau“ zu sehen ist und vor allem auch besonderes Augenmerk auf die Hälse der Charaktere. Man kann nicht genau sagen, was „The Big Empty“ genau für ein Film ist. Es ist meiner Meinung nach eine gekonnte Mischung aus Komödie, Liebesfilm, Mystery, Thriller und Road-Movie.

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Steve Anderson hatte 2003 in „The Big Empty“ Regie geführt und sich bis zu seinem nächsten Film fast 10 Jahre Zeit gelassen. Und auch wenn der Film echt Zeit gehabt hat, bekannter zu werden fristet er ein Dasein in der absolutesten Underground-Sparte. Dabei sind die Anleihen und Inspirationen nicht von der Hand zu weisen. John Person, gespielt von Iron Man-Regisseur Jon Favreau (übrigens auch immer als Cameo in der Rolle von Tony Starks Bodyguard selbst inszeniert), ist im Grunde genommen stark von „Big Lebowski“ inspiriert. Aber auch die anderen Darsteller, wie Daryl Hannah oder Melora Walters oder sogar die kurzen Auftritte von Sean Bean als „Cowboy“ und der urige Kelsey Grammer als FBI-Agent wissen den Zuschauer in den Bann zu ziehen. Die Originalität der Geschichte und der starken Charaktere möchte ich mit David Lynchs „Twin Peaks“ vergleichen. Der Film ist zu keiner Sekunde langweilig und wartet mit einem wirklich gekonnten Finale auf, bei dem man sich nicht sicher sein kann, was man eigentlich gesehen hat.

be8„The Big Empty“ lässt keine Wünsche offen, ausser dem Bedürfnis nach „MEHR“! Ich würde mir wünschen, dass mehr Filme in dieser Art existieren würden und möchte dieses Mal wirklich JEDEM raten, diesen Film mindestens einmal zu schauen. Kaufen, schauen, sich verlieben!

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