The Legend of Zelda – NICHT Ocarina of Time, NICHT Majoras Mask und auch NICHT Skyward Sword…

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Nein Mann! Das allererste „The Legend of Zelda“ von 1987 ist am Start. Nachdem ich mit dem HD-Remake von „Final Fantasy X“ regelrecht übersäuert wurde, wollte ich mal wieder einen richtigen Klassiker aufholen. Zugegeben, ich habe alle offiziellen Zelda-Spiele angezockt, aber durchgespielt habe ich lediglich den vierten Teil „Links Awakening“ vor Urzeiten. Doch jetzt war der Moment gekommen. Ich wollte mich der Herausforderung des ersten Zelda-Spiels stellen. Ob ich durchgehalten habe? …

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Um die Kirche im Dorf zu lassen. Ich gehöre zwar zu der Generation, die bereits „The Legend of Zelda“ hätte gespielt haben können. Allerdings war 1987 noch nichts mit Videospielen bei mir am Start. Erst 1989 zu meiner Erstkommunion bekam ich einen C64 geschenkt, womit das Thema der digitalen Medien in meinem elternlichen Haushalt abgeschlossen war. Immerhin hatten wir den Highend-Commodore im Kinderzimmer stehen. Die Frage nach der Anschaffung von einem Nintendo Entertainment System (NES) stellte sich gar nicht erst, obwohl (seien wir ehrlich) viele geile und besonders exklusive Titel für den grauen Kasten erschienen, gegen den der C64 mit all seiner Vielfalt nicht gegen anstinken konnte. So einer war auch „The Legend of Zelda“, der kein angemessenes Pendant auf dem C64 vorzuweisen hatte.

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Ich hatte zwar in der Grundschule einen Klassenkameraden, der einen NES sein Eigen nannte, doch neben „Kung Fu“, „Ice Climber“ und „Duck Hunt“ besaß dieser „Legend of Zelda“ nicht. Ein anderer Schulkamerad hatte auch einen NES, aber neben „Castlevania“, „Snake Rattle´n´Roll“ und „Super Mario Bros 2“ besaß auch dieser ein „Legend of Zelda“ nicht. Wie auch mehr? Die Spiele waren damals nicht günstiger und die Kinder auch nicht reicher als heute. Kurzum: Bis „Links Awakening“ auf dem Gameboy war mir Zelda keinerlei Begriff und das obwohl schon drei Teile vorher in den hiesigen Landen erhältlich waren. Nun aber wurde es im Jahr 2014 Zeit, das Kleinod in der goldenen Cartridge-Hülle mal nachzuholen als Virtual Console-Titel für die Wii. Zugegeben, als ich den Titel einschaltete, verspürte ich direkt das Gefühl, ihn wieder auszumachen, aber ich wollte mich durchbeissen. Ein paar Juwelen sammeln, einen Schild kaufen, eine Kerze. Nun wollte ich auch den ersten Dungeon zumindest mal erleben. Und kaum hatte ich den gefunden und hinter mich gebracht, war es um micht geschehen, Ich wollte dieses Biest von einem Spiel durchschaffen.

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Und das sollte spätestens ab dem zweiten Dungeon gar nicht mehr so einfach sein, denn allein um diesen zu finden mussten kryptische Hinweise entschlüsselt werden. Wo neuere Ableger der Zelda-Teile den Spieler bei der Hand nehmen und durch das Spiel geleiten wird mal im ersten Abenteuer des jungen Link auf der Suche nach seiner Angebeteten Zelda wahrlich mit einem einzigen Rätsel allein gelassen. Einem Rätsel, das darin besteht, sich als Spieler zu erarbeiten zu wollen, wo welcher Dungeon liegt und wie man es schafft eine volle Energie-Leiste, ein volles Portemonaie und die gute Laune zu wahren. Und zugegeben: Ich hätte an drei Stellen im Spiel fast die Flinte ins Korn geworfen! Was aber machte den Reiz aus, es trotz aller Hindernisse trotzdem schaffen zu wollen? „The Legend of Zelda“ war und ist heute noch ein ziemlich ausgefuchstes und verdammt faires Spiel. Klar, heute würde so etwas auch schwacheren Spielern erträglicher gemacht werden. Aber damals wusste man: Es wird keine Spieleflut für den Gamer geben. Wenn er dieses Spiel besitzt, wird er sich auch, verdammt noch eins, durchbeissen wollen.

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Was aber ist dieses „Legend of Zelda“ genau und wie funktioniert es? Es soll ja Menschen geben, die noch heute keinerlei Berührungspunkte hatten. Die Story ist simpel. Der Spieler steuert eine Figur mit dem Namen „Link“ (Verbindung) durch die Welt Hyrule und musst 9 knackig-schwere Verliesse finden und deren Rätsel lösen und deren Gegner besiegen, mit jedem Etappensieg eine neue Waffe oder Gimmick sowie ein Teil des mystischen Dreiecks Triforce zu ergattern. Am Ende wartet dann ein aufgedunsener grüner Gegner namens Ganon, der Links geliebtes Mädchen „Zelda“ entführt hat. Man startet mit einer 3-teiligen Herzleiste und lediglich einem Schild in der Hand an einer Kreuzung an der man auch sofort sein Schwert erhält. So, und nun geht es los. Eine wahre Schnitzeljagd über die Landkarte beginnt, bei der man versteckte Orte und Gegenstände finden muss um das Spiel zu gewinnen. Dabei kommt es, anders als in einem Rollenspiel weniger auf Taktiken an, sondern vielmehr auf das Geschick, die richtigen Aktionen zur richtigen Zeit durchzuführen. War „The Legend of Zelda“ seinerzeit ein Novum, ist heute daraus ein ganzes Genre von Ablegern entstanden, die sich als „Action-Adventures“ zusammenfassen lassen. Ich gebe offen zu: Ich habe auf http://www.zfans.de hin und wieder in die Lösung und auch in die Karten geschaut. Denn es warten ja noch weitere Teile der Reihe auf mich. Und ich sage Euch: Trotz schriftlicher Lösung ist das Spiel stellenweise immer noch seeeeehr schwer…

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Das Spiel schenkt und erleichtert dem Spieler nichts. Alles muss man sich selbst erarbeiten. Und wenn ich sage „erarbeiten“, dann ist das auch so gemeint. Als ich das Spiel letzten Endes durchgeschafft habe, habe ich ein unglaubliches Erfolgserlebnis verspürt. Nur um dann einen Dämpfer zu bekommen! „Start the Next Quest?“ Wie bitte?!? Tatsächlich offenbahrt „The Legend of Zelda“ nach dem ersten Durchspielen einen sogenannten „2nd Quest“. Die Story ist dabei die gleiche, die Dungeons sind aber inhaltlich anders verteilt, die Gegner sind schwerer….Vielen Dank fürs Gespräch! Ich bin Gamer-Pussy und gehe lieber zum nächsten Teil über….

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Um in den Genuss dieser wirklich zeitlos guten Spielerfahrung zu kommen, muss man als PC-Nutzer heutzutage übrigens kein Geld mehr ausgeben und sich auch nicht durch Emulator-Nutzung in irgendwelche Grauzonen begeben. Die Antwort lautet „Zelda Classic“ eine komplett neue Konvertierung des Spiels. Aber ganz ehrlich: Ich persönlich finde, dass ein Spiel aus dieser Zeit viel vom Gefühl verliert, wenn es am PC gespielt wird. Insgesamt handelte es sich für mich um eine tolle Spielerfahrung, die ich nicht länger missen möchte. Endlich hab ichs mal geschafft und kann damit bei Leuten rumprahlen, die es eh nicht interessiert.😀😀😀

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