Fable II – Rückkehr nach Albion

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Ich will das „Fable Anniversary“-Disaster so nicht stehen lassen und den Eindruck erwecken, dass ich die gesamte Reihe missbillige. Schliesslich steht mein Blog dafür, dass ich vor allem Medien vorstelle, die mich begeistert haben. Also schnappte ich mir direkt im Anschluß „Fable II“ und habe damit meine Freizeit in der letzten Woche verbracht. Ob das Spielerlebnis runder war oder ich noch weiter vergrätzt wurde, lest Ihr hier:

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500 Jahre sind in Albion vergangen. Die Welt hat sich gedreht und weiterentwickelt. Die Taten des Helden in „Fable I“ haben sich zu einem Mythos entwickelt, bei dem keiner mehr sagen kann, ob er auf wahren Tatsachen beruht. Der Held des zweiten Teils, mein neues Ich, nun wächst als wahlweise kleiner Junge oder kleines Mädchen in dem Armenviertel von Bowerstones Altstadt auf. Während ich mich mit meiner großen Schwester mit Gelegenheitsjobs durchschlage und vom Leben auf dem benachbarten Schloss Fairfax träume, mach ich die Bekanntschaft von Theresa, der blinden Schwester des Helden aus dem ersten „Fable“. Auf Ihr Geheiss kaufe ich mir eine Spieluhr, die Wünsche erfüllen soll. Und prompt nach deren Erwerb werden ich und meine große Schwester nach Schloss Fairfax eingeladen. Dort machen wir die Bekanntschaft von Lord Lucien, der allerdings Böses im Schilde führt und nach einem misslungenen Ritual meine Schwester erschiesst und mich aus dem Fenster wirft…

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Totgeglaubt wachse ich unter der Obhut Theresas in einem Lager fahrender Händler auf und mit dem Erwachsenwerden sinne ich auf Rache. Drei weitere legendäre Helden, die Walküre Hammer, der Magier Garth und der narzisstische Reaver werden benötigt um Luciens Schreckensherrschaft und den Wiederaufbau des Zackenturms zu verhindern…

Zugegeben, die Story gewinnt auch diesmal keinen Blumentopf, aber für das Spielerlebnis war ich diesmal wirklich dankbar. „Fable II“ macht einfach alles besser, als der Vorgänger. Angefangen mit den wirklich tollen und großen Arealen und dadurch auch weniger Ladezeiten. Die Grafik sieht für ein mittlerweile 6 Jahre altes Spiel einfach nur super aus. Bunt und wie einem Artbook entnommen. Wodurch das Spiel besonders punktet ist die Auseinandersetzung mit den menschlichen Seiten des Helden. Schon zu Beginn des Spiels heile ich mich regelmäßig mit jedem Nahrungsmittel, das mir in die Hände fällt. Ein Fehler!

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Denn plötzlich stehe ich vor einem Übergewichtsproblem, bin fett und unansehnlich und entwickle den Kampf gegen überflüssige Pfunde. Eine Sellerie-Diät inklusive Schlankheitstränken von der Astloch-Insel. Doch die sind weder umsonst noch billig, weshalb ich Jobs als Kopfgeldjäger, Attentäter, Wirt, Holzfäller und Schmied ausübe. Immer wieder bin ich bemüht bei allen Quests, die ich ausführe auf meinen guten Ruf zu achten. Ich spiele halt lieber strahlende Helden, als fiese Bösewichter. Ich werde älter, weiser, besser, mächtiger, schöner und lege schliesslich in einem eher nüchternen Endkampf Lucien um. Ohne großes Trara, dreifache Weiterentwicklung oder Mutationsstufen schiesse ich dem Penner einfach ne Kugel in den Kopf. Weg issa…der Pissa!

Doch für Anhänger der Serie beginnt nun das eigentliche Spiel, denn es gibt noch viel zu tun. Neben den bereits erwähnten Jobs kann man Häuser kaufen, vermieten, selbst einziehen und Familien gründen.

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Ausserdem wartet eine große Schnitzeljagd auf mich, bei der es gilt im ganzen Land 50 Gargoyles zu finden. Die aus dem vorhergegangenen Teil bekannten Steingesichter warten ausserdem mit weiteren Bonitäten auf. Kommen wir aber nun zum meiner Meinung nach sympathischsten Teil des Spiels: Der Held ist diesmal nicht allein auf seiner Queste, sondern hat seit der Kindheit einen treuen Begleiter an der Seite, einen süßen Hund. Dieser ist nicht nur soziales Beiwerk, sondern wirklich hilfreich während der Reise. Immer wieder bellt er auf, lässt mich Schätze finden und Ausgrabungen vornehmen. Ja er hilft sogar im Kampf mit. Und mit Hilfe von Literatur lässt er sich sogar in seinen Fähigkeiten verbessern. Mehr als nur ein Gimmick, ist der Hund ein toller Freund und hilfreicher Gefährte. Ich liebte ihn.

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Alles in allem ist und bleibt „Fable II“ nach wie vor ein sehr kurzes Vergnügen. Das Spiel gaukelt mehr Größe vor, als leider vorhanden ist, aber dafür sticht es den Vorgänger in Sachen Abwechslungsreichtum um Längen aus. Wer wirklich alle Xbox 360-Achievements erreichen möchte, kann noch ordentlich Zeit investieren.

Doch bevor ich das tue, gehe ich erstmal zum dritten Teil über!🙂

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