„Kingdom Hearts Final Mix“ – Einer für alle!

BildUnd weiter geht es auf meiner Reise durch die verworrene Geschichte von „Kingdom Hearts“. Diesmal habe ich zum mittlerweile dritten Mal in meinem Leben den ersten Teil der Reihe gespielt, allerdings zum ersten Mal in der „Final Mix“ HD-Version für die Playstation 3. Was ich dabei so erlebt habe, erfahrt Ihr beim Bild

Die drei Freunde Sora, Riku und Kairi leben mit ein paar aus Final Fantasy bekannten Gesichtern und wahrscheinlich ihren (nie zu sehenden) Erziehungsberechtigten auf der Insel des Schicksals. Alle drei Jungsporne sind bereits aus der Vorgeschichte „Birth by Sleep“ bekannt, sofern man sich wie ich dazu entschlossen hat, chronologisch zu spielen. Nach einer Alptraum-Sequenz, die auch gleichzeitig als Tutorial fungiert, lernen wir vor allem Sora besser kennen. Von kleinauf auf der Insel, stellt er sich die Frage, was wohl ausserhalb liegen mag. Darum hat er mit Riku und Kairi ein Floß gebaut, mit dem die drei die Welt ausserhalb erkunden wollen. Doch eine Nacht vor Aufbruch kommt es zu einem folgenschweren Ereignis: Kleine schwarze Wesen, die sogenannten „Herzlosen“ greifen die Insel an. Sora will vor allem Kairi in Sicherheit bringen, die sich in einer Höhle versteckt hält, in der die beiden als Kinder häufig spielten.

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Dabei wird Sora durch eine geheimnisvolle Tür gesogen und erwacht mit einem Schlüsselschwert in der Hand in der ihm noch unbekannten Stadt „Traverse“. Dort lernt er sowohl Goofy als auch Donald kennen, die sich auf der Suche nach ihrem verschwundenen König Micky befinden. Die drei schliessen sich zusammen und es beginnt eine Odyssee durch verschiedene Disney-Abenteuer wie „Alice im Wunderland“, „Peter Pan“, „Herkules“, „Arielle“ oder gar ins artverwandte „Nightmare before Christmas“. Auf seiner Reise beginnt Sora zu begreifen, dass  jenes Schlüsselschwert das er trägt eigentlich für Riku bestimmt war, der allerdings mittlerweile von der Macht der Herzlosen infiziert wurde und sich nun gegen Sora stellt. Eine besondere Rolle kommt dabei einem alten Bekannten aus „Birth by Sleep“ zu Gute. Terra, dessen Körper einst von Meister Xehanort übernommen wurde, tritt auf den Plan. Nachdem er von dem Wissenschaftler Ansem, dem Weisen in dessen wissenschaftliche Gruppe aufgenommen wurde experimentierte er weiterhin insgeheim mit der Dunkelheit im Herzen der Menschen, angefangen bei sich. Unter dem Namen seines Meisters Ansem schrieb er einen 13-teiligen Bericht über seine Experimente, bei denen er am Ende gar selbst zu einem Herzlosen wurde. Und er hat einen neuen Plan entwickelt: Die reinen Herzen von sieben Prinzessinen sollen ihm dabei helfen die Tür zur Dunkelheit aufzustoßen und endlich eine neue Welt zu erschaffen: Kingdom Hearts.

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Nach vielen Abenteuern kommen Sora, Donald und Goofy schliesslich in das ehemalige Labor auf Radiant Garden, der jetzt unter dem Namen „Hollow Bastion“ bekannt ist. Dort kommt es zu einem schicksalshaften Moment, als Sora erkennt, dass er Kairis Herz in sich trägt. Um dieses zu extrahieren und dem leblosen Körper Kairis zurückzugeben, entschliesst er sich selbst für kurze Zeit ein Herzloser zu werden, ohne zu ahnen, was dieser Prozess für die kommenden Teile der Reihe in Gang setzen soll… (dazu später mehr). Um seinen Freund Riku vor der Dunkelheit zu retten, wagt Sora den letzten Schritt zum „Ende der Welt“ um in einem finalen Showdown Ansem (bzw. den von Xehanort dominierten Körper Terras) gehörig in den Hintern zu treten…

BildZuallerst: Was den Unterschied zwischen dem ursprünglichen „Kingdom Hearts“ und dem jetzigen „Final Mix“ ausmacht ist mir nicht wirklich bewusst. Es sollen ein paar Zwischengegner und Zwischensequenzen ausgetauscht sein, doch fiel mir das nicht wirklich auf. Die Story ist hier ein wenig unkomplizierter gestaltet als in „Birth by Sleep“, was sie allerdings ohne dessen Kenntnis nicht weniger konfus macht. Mit dem Hintergrundwissen aus „Birth by Sleep“ allerdings handelt es sich um eine inhaltlich gelungene Weitererzählung der Geschichte auch wenn man merkt, dass hier noch sehr zaghaft und wenig zu erfahren ist. Der Hauptfokus des Spiels liegt in erster Linie bei dem Bereisen der Disney-Welten und dem ständigen Hochstufen von Sora, Donald und Goofy. 100 Stufen können dabei vom Spieler hochgelevelt werden. Ich habe mich lediglich auf 80 beschränkt, was immer noch mehr war, als bei meinen ersten beiden Durchgängen vor paar Jahren. Mit Stufe 80 ist gar der Endgegner Terra-Xehanort-Ansem ein richtiger Witz auf der normalen Schwierigkeitsstufe, allerdings warten in dem Spiel noch einige optionale Zwischengegner, die sich gewaschen haben und bei weitem noch einige Stunden Spielzeit in Anspruch nehmen könnten.

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Machen wir uns nichts vor: inhaltlich hat der erste Teil von „Kingdom Hearts“ noch wenig Eigenständigkeit sondern fungiert vielmehr als ein großer Fanservice-Pool für die Disney- und die Square-Enix-Community. Anders als bei „Birth by Sleep“ läuft man hier nämlich recht vielen bekannten Gesichtern aus verschiedenen „Final Fantasy“-Episoden über den Weg. Seien es Cloud, Sephiroth, Aeris und Yuffie aus dem siebten Teil oder Squall und Selphie aus dem achten Teil oder gar Tidus und Wakka aus dem zehnten Teil. Alle tauchen sie in „Kingdom Hearts“ auf, ohne wirklich ihr Auftauchen zu erklären oder in Einklang mit ihren eigentlichen Spiel-Universen zu stehen. Sie sind einfach da, weil sie da sind. Spielmechanisch handelt es sich hier ebenfalls um eine Mischung aus Rollenspiel mit Action-Einlagen; das Kampfgeschehen ist dabei nicht immer übersichtlich, das System damit umzugehen geht dem Spieler hingegen schnell in Fleisch und Blut über. Lediglich eine Kampf-Sequenz war, ist und bleibt auch nach dem dritten Durchgang eine spielerische Katastrophe, nämlich der Kampf mit dem Hexenkessel von Ursula. Ansonsten ist das Handling aber wirklich solide und von der Steuerung weit präziser als zum Beispiel die von Link in den artverwandten neueren Serienteilen von „Legend of Zelda“.

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Auch wenn das Spiel bereits seine 12 Jahre auf dem Buckel hat, ist davon unabhängig von der minimal bemerkbaren HD-Aufhübschung wenig zu merken. Das Spielerlebnis ist rund, das Zusammenspiel von Grafik und Musik ein Schmaus für die Sinne. Nie habe ich mit dem Spiel soviel Zeit verbracht, wie dieses Mal. Ich war sogar motiviert optional alle 99 Dalmatiner zu finden, alle Postkarten sowie alle Trio-Tech-Symbole. Für die zusätzlichen Bosse hat es noch nicht ganz gereicht, aber ein letzter Spielstand wird mir diese Aufgabe noch ermöglichen, wenn ich die Durststrecke bis zum HD-Remake des zweiten Teils überwinden muss. Derweil gibt es aber noch für mich zu tun! Denn chronologisch werde ich mich jetzt entscheiden dürfen für „Re: Chain of Memories“ oder „358/2 Days“. Beide Teile spielen paralell zueinander, von daher will die Entscheidung gut durchdacht werden. Lasst Euch überraschen!

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