Fringe – Abenteuer Paralleluniversum

Fringe (TV series)

Fringe (TV series) (Photo credit: Wikipedia)

Ich habe mir zur Aufgabe gesetzt keine Serien mehr zu schauen, die noch nicht abgeschlossen sind. Vor allem die Staffelpausen sorgen gerade bei Serien mit durchgängiger Handlung dafür, dass man nach einem halben bis dreiviertel Jahr nicht mehr so gut in die Handlung eintauchen kann.

Seit einem Monat gucke ich jeden Abend die Serie „Fringe – Grenzfälle des FBI“, die jetzt mit 5 Staffeln abgeschlossen ist. Und was soll ich sagen? – Es macht einfach nur Spass! Anfänglich wurde ein sehr episodenreiches Konzept im Stil von „Akte X“ durchgezogen, aber zunehmend entwickelte sich die Serie in Richtung Quantenphysik und der Grundannahme der Existenz von Paralleluniversen. Das ist nicht zwingend neu. Schon in Serien wie „Star Trek“ oder „Doctor Who“ wurde das Thema aufgegriffen, beliess es aber bei einzelnen Episoden und nicht beim zentralen Kernthema. Auch die Serie „Sliders“ begann vielversprechend mit der Prämisse, jede Folge in ein eigenes neues alternatives Universum zu reisen. Allerdings nudelte sich die Idee schnell ab, da auch irgendwann spürbar die Ideen ausgingen, welche Varianten unserer eigenen Erde noch existieren könnten.

„Fringe“ ist diesbezüglich anders, denn die Serie bezieht sich bisher konsequent auf nur ein einziges Paralelluniversum, dessen Schicksal unmittelbar mit unserem eigenen verbunden ist.  Klar, es gibt viele Folgen mit sehr käsiger Handlung. Gerade in den ersten beiden Staffeln gibt es viel zu viele repetitive Folgen wo mehrfach das Thema von Parasiten oder explodierenden Menschen aufgegriffen wurde.

Mittlerweile bin ich mitten in der dritten Staffel, sozusagen bei der Halbzeit der Serie und bin bereit ein kleines Zwischenfazit zu ziehen. Die Serie steht derzeit auf ihrem absoluten erzählerischen Höhepunkt. Jetzt bleibt noch die Frage offen, ob die Serie alle ihre losen Enden in der zweiten Halbzeit aufklären wird, oder ob mich ein weiteres Disaster im Stile von „Lost“ ereilen wird.

Was für mich jedoch zählt, ist der momentane Spass, den ich mit der Serie habe.

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3 Gedanken zu „Fringe – Abenteuer Paralleluniversum

  1. Zu deinem Entschluss, dich dieser Serie zu widmen, kann ich dir nur gratulieren! Fringe ist meiner Ansicht nach eine der am meisten unterschätzten Serien der letzten Jahre. Auch wenn ich deine Meinung mit den „käsigen Folgen“ in Staffel 1 und 2 nicht ganz teile, kann ich dir in Bezug auf Staffel 3 nur zustimmen. Selten hat man in einer Serie eine so dichte und folgenübergreifende Handlung wie hier gesehen – und das auch noch in zwei Universen! Auch nach dem Ende der Serie macht es weiterhin Spaß, sich die Folgen anzuschauen; man entdeckt immer wieder Neues. Viel Spaß weiterhin mit der Serie und – ohne zu viel zu verraten – nein, ich denke nicht, dass das Ende mit dem „Lost-Desaster“ zu vergleichen ist…

    • Vielen Dank für Deinen Kommentar. Mittlerweile bin ich in der fünften Staffel angekommen. Ich muss allerdings sagen, dass die dritte Staffel meiner Meinung nach der Höhepunkt geblieben ist. In der vierten Staffel störte ich mich sehr am „Reset“, der die bisherige Charakterentwicklung vom Tisch gefegt hat. Hier wurde es in der Tat noch käsiger, denn es wurde nie genau erklärt, welche Ereignisse anders verliefen, welche nie passiert sind und vor allem, was stattdessen passierte um die Brücke zwischen beiden Welten zu erschaffen. Stattdessen wurde beliebig entschieden, was passiert ist und was keinesfalls passierte ohne dass es noch passte. Ich sage nur: Nick. Wenn Olivia in der zweiten Zeitlinie ebenfalls mit ihren Jacksonville-Kumpels in die Alternativwelt reiste…Man hat sich schon verzettelt. Jetzt die fünfte Staffel ist gekünstelt düster und kommt nicht richtig in Fahrt, wie ich finde. Auch die Entscheidung, dass die Beobachter zu Invasoren wurden, finde ich zweifelhaft. Aber es ist ja schonmal nett, dass Du mich für die letzten 10 Folgen wenigstens auf ein befriedigendes Ende hoffen lässt. 🙂

      • Staffel 3 ist definitiv der Höhepunkt der Serie, da sind wir ganz einer Meinung. Ich war anfangs auch ganz und gar nicht glücklich mit Staffel 4. Es ist tatsächlich viel von dem ursprünglichen Charme der Charaktere verlorengegangen durch Peters Verschwinden und als Zuschauer ist es teilweise schwer, sich zu merken oder zu verstehen, was jetzt in der alternativen Zeitlinie passiert ist und was nicht. Erst nach mehrmaligem Schauen der Folgen gefällt mir Staffel 4 inzwischen ganz gut, vermutlich, weil ich einfach akzeptiert habe, dass manche Dinge nicht erklärt werden. Das muss man als Zuschauer wohl hinnehmen bei einer Serie, die so viele Fässer aufmacht, wie man so schön sagt. 🙂 Staffel 5 habe ich bisher auch nur ein Mal gesehen, deshalb erlaube ich mir darüber noch kein abschließendes Urteil. Düster ist sie schon und sie hat eben noch weniger mit den vorigen Staffeln 1-3 zu tun als Staffel 4. Ich kann mit dem Serienende ganz gut leben, muss aber zugeben, dass ich ziemlicher Fan der Serie und deshalb vielleicht etwas voreingenommen bin. Vielleicht stimmt das Ende dich ja auch noch versöhnlich – ansonsten kann man sich ja immer noch an der großartigen Staffel 3 erfreuen. 🙂

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